ATS Kulmbach Schwimmen - Geschichte des EKU-Cups

Die Geschichte vom EKU Cup

nacherzählt von Olyto (2000)


Die Sage von einem Weihnachtsgeschenk das es schon im Sommer gab


Es war einmal vor langer Zeit - man schrieb das Jahr eintausend neunhundert neunundsechzig nach Christi Geburt. Drei Weihnachtsmänner im Himmel wollten damals ihren Sommerausflug auf die Erde machen. Nach langem hin und her war man sich einig: „Wir besuchen einen kleinen Ort der in Franken und am Weißen Main liegt und Kulmbach heißt!“ Den drei Weihnachtsmännern war nämlich zu Ohren gekommen, dass dort von Ende Juli bis Anfang August ein tolles Fest stattfindet und sich Kulmbacher Bierwoche nennt. Sie wussten auch, dass in Kulmbach schon Wochen vor dem Fest fleißige Handwerker dabei sind, ein Riesenzelt auf einem großen Platz mitten in der Stadt aufzubauen. Da es zur damaligen Zeit in der Stadt noch vier eigenständige Brauereien gab wurde jeder dieser Braustätten eine Ecke in dem Zelt zugeteilt und eine Ausschankstelle eingerichtet. Drumherum wurden zahlreiche Tische und Bänke aufgestellt um die durstigen Gäste bewirten zu können.

Da es Ende Juli noch keinen Schnee auf der Himmelsstraße gab, wurden die Schlitten schnell umgerüstet, mit Reifen versehen und los ging die Fahrt zur Erde. Dort angekommen fand sich gleich ein Parkplatz, wo das Himmelsgefährt abgestellt wurde. Beim ersten Gang durch das riesige Zelt schnupperten die Drei erst mal ein wenig herum und fanden schnell Gefallen an dem lustigen Treiben in den vier Ecken. Es wurde Musik gemacht, geschunkelt, gesungen und natürlich auch getrunken, was den Himmelsboten sichtlich Spaß machte. Nachdem sich die „Außerirdischen“ vor dem Zelt mit köstlichen Kulmbacher Bratwürsten gestärkt hatten unternahmen sie noch einen zweiten Zeltbesuch und marschierten froh und heiter nochmals durch alle vier Ecken. In einer fanden sie es besonders lustig, denn da entdeckten sie eine Gruppe, die es ihnen besonders angetan hatte, es war eine Mischung von alten und jungen Erdenbürgern und nach ein paar Worten war gleich der erste Kontakt geknüpft. Wie sich dann herausstellte, waren es die Senioren und Junioren von der Schwimmabteilung des ATS Kulmbach, die sich an diesem Tag  im Festzelt getroffen hatten. Dabei kam man im Laufe des Gesprächs auch auf die Geschenke, die ja meistens den jungen Leuten zu Weihnachten übergeben werden und die Senioren immer etwas zu kurz kommen. Da hatten die drei eine geniale Idee: „Wie wäre es denn, wenn auch einmal die Älteren unter den Schwimmern mit Geschenken belohn werden.“ Man unterhielt sich lange und ausgiebig und konnte sich nicht so schnell einigen, doch plötzlich hatte einer der Weihnachtsmänner eine Idee: „Wir machen ein Schwimmfest für die „Alten“ und jeder bekommt für seine Teilnahme ein besonderes Geschenk, das es nur bei dieser Veranstaltung und auch nur für die aktiven Teilnehmer gibt.“ Diesen Vorschlag fanden alle ganz famos, doch wer sollte dies alles bezahlen. Nun rätselte man noch über den Sponsor, der wurde aber schnell gefunden, denn irgendwie hatte das Bier, das man im Festzeit genoss doch auch einen Bezug zu den Schwimmern: Es besteht zum größten Teil aus Wasser, das auch die Schwimmer benötigen. Also fiel die Wahl des Sponsors auf eine Brauerei und die war auch sehr schnell gefunden, denn als die Verantwortlichen der EKU-Brauerei von dieser Idee erfahren hatten, stimmten sie ohne wenn und aber dem Vorschlag zu und fortan war der EKU-CUP geboren. Schnell wurde der EKU-CUP zu einem Qualitätsbegriff im deutschen Seniorenschwimmsport und auch mit der Idee hatte man in Kulmbach den Nagel auf den Kopf getroffen. Noch bevor in Bayern und im übrigen Bundesgebiet Meisterschaften für Senioren ausgetragen wurden, erfreuten sich die „Alten“ in Kulmbach ihrer Veranstaltung. Letztlich war es auch die gemütliche Abendveranstaltung mit Siegerehrung und Tanz die immer mehr Senioren nach Kulmbach gezogen hat. So konnten die Kulmbacher schon Weltmeister, Weltrekordler und Olympiasieger im Bad begrüßen.

Mit dem EKU-CUP ‘69 begann auch die beispielhafte Karriere einer Schwimmerin, die heute weltweit für Schlagzeilen sorgt: Margarete Gottschalk. Damals, als 60-jährige, startete sie in Kulmbach zum ersten Mal und von da ab setzte die, inzwischen 91-jährige, zu einem im deutschen Schwimmsport beispiellosen Siegeszug an: Weltrekord, Weltmeister, Europameister usw. kann die Ingolstädterin in ihre Erfolgsbuch schreiben und wer‘s nicht glaubt, der kann sich beim EKU-CUP 2001 selbst ein Bild von dieser rüstigen Schwimmerin machen. Sie freut sich schon jetzt auf den 33. EKU-CUP, der am 6.Oktober stattfindet.

Und damit endet auch die Geschichte vom EKU-CUP. Nun ihr wollt sicher auch noch wissen, wie die drei „Außerirdischen“ nach Hause gekommen sind: Auf jedem Fall gut und unfallfrei, eine Verkehrskontrolle unterwegs ergab keinerlei Beanstandungen und so gehört es sich auch, dass man am Steuer keinen Alkohol braucht. Auch hatten die drei Weihnachtsmänner den Eindruck, dass sie den Kulmbacher Schwimmerinnen und Schwimmern mit ihrem Besuch eine Riesenfreude machten.